Studie: Vitamin D kann Asthma-Symptome lindern

Studie: Vitamin D könnte Asthma-Symptome lindern

Asthma in Deutschland

Asthma bronchiale (oder einfach Asthma) ist eine chronische Erkrankung der Atemwege. Auslöser ist eine Überempfindlichkeit der Atemwege, die auf verschiedene Ursachen, wie eine Allergie, zurückgeführt werden kann. Ferner entsteht eine chronische Entzündung, die zu einer Verengung der Atemwege führt. Begleitend kann eine erhöhte Schleimproduktion auftreten. Betroffene leiden typischerweise unter Hustenanfällen, pfeifender Atmung und Atemnot. Viele Asthmatiker haben zudem wiederkehrende oder chronische bakterielle Infektionen der Atemwege, was wiederum die asthmatische Erkrankung verschlechtert. Deshalb müssen Atemwegsinfektionen bei Asthmatikern konsequent antibiotisch behandelt werden.

Folglich gehört Asthma zu den häufigsten Krankheiten weltweit. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht von weltweit 230 bis 300 Millionen Betroffenen aus. In Deutschland leiden etwa zehn Prozent der Kinder und fünf Prozent der Erwachsenen an den Symptomen der Krankheit. Während bei Kindern Asthma in den meisten Fällen allergisch bedingt ist, kann es vor allem bei Erwachsenen auch nicht-allergische Ursachen haben. Kurzum, in Deutschland sterben pro Jahr vier bis acht von 100.000 Menschen an der Krankheit. Die meisten Todesfälle wären durch eine bessere Aufklärung und Behandlung vermeidbar.

Frühere Studien

Es haben einige Studien festgestellt, dass ein Vitamin D Mangel mit einer Verschlechterung von Asthma-Symptomen verbunden ist. Die Forschung hat gezeigt, dass eine erhöhte Vitamin D Aufnahme, die Symptomkontrolle verbessern und Asthmaanfälle verringern kann – sowohl unabhängig als auch in Kombination mit Kortikosteroiden. Allerdings fehlten bis 2016 Meta-Analysen, einschließlich doppelblind, randomisierte und Placebo-kontrollierte Studien von Vitamin D als Asthma-Intervention.

Die neusten Erkenntnisse

Folglich zielten Forscher darauf ab, diese Lücke mit einer Meta-Analyse im Jahr 2016 zu schließen. Ferner war das Ziel der Überprüfung, die Wirksamkeit von Vitamin D als Nahrungsergänzungsmittel verabreicht, auf die Verbesserung von Asthma-Symptomen zu bewerten. Somit wählten die Forscher für die Primäranalyse, sieben Studien mit insgesamt 435 Kindern und 658 Erwachsenen aus. Von diesen sieben Studien analysierten die Forscher, dann die drei wichtigsten. Eine Studie die mit 22 Kindern durchgeführt wurde und zwei weitere Studien, an denen 658 Erwachsene teilnahmen. Die Versuche reichten von vier bis zwölf Monaten.

Die Ergebnisse zeigten, dass die Verabreichung von Vitamin D, die eine Verschlechterung der Asthma bedingten Symptome stoppen und sogar verbessern kann. Es hat jedoch keine Auswirkung auf das Risiko unerwünschter Ereignisse die auf die Krankheit zurückzuführen sind. Nebenwirkungen gab es lediglich bei einem Probanden von 658 Erwachsenen. Jener hat eine erhöhte Kalziummenge über den Urin ausgeschieden. Weitere Nebenwirkungen wurden nicht gemeldet.

Weitere Untersuchungen nötig

Diese Meta-Analyse liefert einen Beweis dafür, dass eine höhere Vitamin D Aufnahme, eine Verschlechterung der Symptome stoppen kann. Allerdings ist es unklar, ob die Effekte auf Personen mit einem niedrigem Vitamin D Level beschränkt sind. Ferner sind weitere Untersuchungen notwendig, um festzustellen, ob sowohl Kinder als auch Erwachsene mit häufigen schweren Asthmaanfällen von einer Vitamin D Ergänzung profitieren.

Was kann Asthma verursachen?

Allergisches Asthma

Ferner kann beim allergischen Asthma eine allergische Reaktion auf verschiedene Allergene der Atemluft vorliegen, so beispielsweise auf:

  • Hausstaub bzw. die Ausscheidungen von Hausstaubmilben
  • Pollen
  • Schimmelpilzsporen
  • Vogelfedern
  • Tierhaare
  • Parfüme
  • chemische Lösungsmittel
  • Nahrungsmittel

Am häufigsten reagieren Menschen mit allergischem Asthma auf sogenannte Innenraumallergene, zum Beispiel Hausstaubmilben und Tierhaare.

Berufsbedingtes Asthma

Auch im Beruf kommen viele Menschen häufig mit Stoffen in Kontakt, die zu Allergien führen und ein berufsbedingtes Asthma auslösen können. Klassische Fälle sind:

  • Mehlstauballergie des Bäckers
  • Nickel- oder Pflegemittelallergie des Friseurs
  • Holzstauballergie des Schreiners
  • Allergien gegen Farb- und Lösungsmittel bei Druckerei-Arbeitern

Ist bereits eine Allergieneigung bekannt, sollten die Betroffenen diesen Aspekt bei der Berufswahl mit einbeziehen. Auch chemische Stoffe können das Bronchialsystem reizen und zu einem nicht-allergischen berufsbedingten Asthma führen.

Infektasthma

Des weiteren erkranken ältere Kinder und Erwachsene häufiger nach Infektionen mit Rhinoviren, welche auch eine ganze normale Erkältung auslösen. Andere Virus-Arten, welche Infektionen der Atemwege hervorrufen, spielen ebenfalls eine Rolle, etwa:

Arzneimittelasthma

Weiterhin können manche Arzneimittel einen Asthmaanfall hervorrufen. Das sogenannte Arzneimittelasthma zählt zu den nicht-allergischen Asthma-Formen. Typische Medikamente, die ein Arzneimittelasthma verursachen können, sind Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure und nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR). In etwa zehn Prozent der Erwachsenen mit bekanntem nicht-allergischem Asthma vertragen diese Schmerzmittel nicht, weil dadurch ihre Asthmabeschwerden zunehmen.

Belastungsasthma

Verbreiteter als das Arzneimittelasthma ist bei Asthmatikern das Belastungsasthma oder Anstrengungsasthma. Ferner löst körperliche Anstrengung bei den betroffenen Asthmatikern Asthmaanfälle aus. Vor allem Kinder und Jugendliche haben häufig ein Belastungsasthma. Zudem begünstigen kalte und trockene Luft einen Anfall. Sport ist jedoch für Asthmatiker besonders wichtig, da die Bewegung unter anderem die körperliche Leistungsfähigkeit steigert und die Muskulatur kräftigt – dies ist vor allem während eines Asthmaanfalls hilfreich.



Eine kurze Geschichte über Asthma und Vitamin D



Der Zusammenhang zwischen Vitamin D und Asthma (Englisch)


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Quellen
http://gesundheit.ccm.net/
http://blog.naturalpartners.com/
http://www.onmeda.de/
http://flexikon.doccheck.com/
https://de.wikipedia.org
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/

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