18 giftige Stoffe in Kosmetik- und Pflegeprodukten

18 giftige Stoffe in Kosmetik- und Pflegeprodukten

Chemikalien in Kosmetik- und Pflegeprodukten

Es gibt eine Vielzahl von Kosmetika und Hautpflegeprodukten auf dem Markt. Doch wie wählen wir die richtigen? Es empfiehlt sich auf jeden Fall, zwei mal hin zu schauen und sich mit Bio-Kosmetikprodukten zu befassen. Uns ist oft nicht bewusst, was wir uns auf unsere Haut schmieren. Wir hoffen das dieser Artikel euch helfen wird, einen Überblick zu bekommen, welche giftigen Chemikalien wir vermeiden sollten.

Giftige Chemikalien finden wir fast in allen Kosmetik- und Pflegeprodukten. Wir benutzen diese fast tagtäglich, ob aus Gründen der Schönheit, Anti-Aging, Gesundheit oder um das Selbstvertrauen zu stärken. Produkte wie Make-Up, Deo, Nagellack, Shampoo, Haarspülung, Haargel, Sonnencreme, Zahnpasta, Rasierwasser, usw. können viele schlimme Dinge enthalten. Es ist kein Geheimnis, dass manche „Zutaten“ mit schwerwiegenden Problemen verknüpft sind. Allergien, Kopfschmerzen und Hautunreinheiten können die Folge seien. Doch auch Geburtsfehler und einige Krebsarten werden mit einigen Chemikalien verbunden.

Hier sind 18 giftige Stoffe die Kosmetik- und Pflegeprodukten enthalten seien können

Butylhydroxyanisol (BHA)

BHA ist ein Gemisch aus mehreren chemischen Verbindungen und trägt als Lebensmittelzusatzstoff die Nummer E 320. Es wird vor allem in Make-Up und Feuchtigkeitscremes als Konservierungsmittel verwendet. In Deutschland ist es in geringen Mengen zugelassen. Ferner führte die Einnahme größerer Mengen in einer Studie, zu Magen- und Leberkrebs bei Mäusen. Außerdem besteht bei BHA wegen der Auslösung von Allergien und organischer Veränderungen in Tierversuchen weitere gesundheitliche Bedenken.

Diethanolamin (DEA)

Diethanolamin ist ein farbloser, hygroskopischer Feststoff mit ammoniakartigem Geruch. Unter anderem auch Cocamide (Cocamid), Lauramide (Lauramid) genannt. DEA wirkt als Weichmacher in Körperlotionen oder als Feuchthaltemittel in Hautpflegeprodukten. Wenn dieser Stoff zusammen mit Nitraten verarbeitet wird, reagieren diese chemisch miteinander und können zu krebserzeugenden Nitrosaminen führen. Neueste Studien zeigen krebserzeugendes Potential, auch ohne Nitratverbindungen. Weiterhin wird Diethanolamin auch mit Haut-und Schleimhautreizungen verknüpft. Außerdem ist DEA schädlich für Fische und viele andere Tiere.

Dibutylphthalat (DBP)

Dibutylphthalat ist eine chemische Verbindung von aromatischem Geruch und eine farblose, ölige Flüssigkeit. Dieser Stoff wird oft als Weichmacher in Nagelpflegeprodukten verwendet. Die Europäische Union stuft Dibutylphthalat als „fortpflanzungsgefährdend“ ein und auch die Weltgesundheitsorganisation gibt DBP als „frucht- und entwicklungsschädigend“ an. Des weiteren ist der Stoff sehr giftig für Wasserorganism und kann in Gewässern längerfristig schädliche Wirkungen haben. Wird bei vielen Gesundheitsorganisationen als ein Meeresschadstoff gelistet.

Formaldehyd

Imidazolidinyl-Urea und DMDM Hydantoin sind Formaldehydabspalter, die als Konservierungsstoffe in Pflegemitteln für Haut und Haar Verwendung finden. Jene können Allergien, Haut-, Atemwegs- oder Augenreizungen verursachen. Außerdem sind die Formaldehydabspalter mit chronische Müdigkeit, Depressionen, Schwindel, Kopfschmerzen und Gelenkschmerzen verbunden.

Formaldehyd selbst, ebenfalls ein Konservierungsstoff und Desinfektionsmittel, wird Shampoos, Nagellack, Nagelhärter, Haarwuchsmitteln und diversen anderen Pflegeprodukten zugesetzt. Es wird von der IARC als karzinogen eingestuft und von der amerikanischen EPA als „wahrscheinlich“ krebserregend. Oft wird die Beigabe verschleiert, da es als Bestandteil eines umfassenderen Inhaltsstoffgemischs getarnt daherkommt. Um es zu finden, muss man nach Inhaltsstoffen wie Hydantoin oder Tensiden wie Sodium Lauryl Sulfat (sls) Ausschau halten, das Formaldehyd enthalten kann. Außerdem hilft es zu wissen, dass es häufig unter dem Namen Formalin oder MNM verzeichnet ist.

Parabene

Parabene wird häufig in der Kosmetik als Konservierungsmittel eingesetzt. Kosmetische Produkte werden vorwiegend durch Methyl- und Ethylparaben konserviert. Weniger häufig werden Propyl- und Butylparaben eingesetzt. Britische Wissenschaftler berichteten, dass sie Parabene in Brusttumoren nachweisen konnten. Außerdem hat eine EU-Untersuchung festgestellt, dass PhthalatePolychlorierte Biphenyle (PCB) und Parabene den Hormonhaushalt von männlichen Föten und Kindern stören können und so zu einer Feminisierung führen könnten.

Polyethylenglycol (PEG)

PEG werden in Kosmetika, Reinigungs- und Pflegeprodukten als oberflächenaktive Hilfsstoffe verwendet. Ferner dienen sie je nach Zusammensetzung als Lösungsvermittler, Emulgatoren, Tenside, Rückfetter und Feuchthaltemittel. Ein großer Vorteil für die Kosmetikindustrie ist der niedrige Preis. Polyethylenglycol wirkt in Verbindung mit 1,4-Dioxan krebserregend. Außerdem können Schwermetalle durch PEG stärker resorbiert werden und begünstigen die Autoxidation

Vaseline

Vaseline wird aus Rückständen bei der Erdöldestillation gewonnen. Die Rohvaseline wird zur Reinigung und Bleichung mit SchwefelsäureBleicherden und Aktivkohle behandelt. Vaseline wird in vielen Kosmetik- und Pflegeprodukten verwendet. Laut der Europäischen Behörde für Lebens­mittel­sicherheit (Efsa), könnte Vaseline durch ihre enthaltenen aromatischen Kohlen­wasser­stoffe ein „karzinogenes Risiko“ darstellen.

Siloxane

Siloxane, meist als Polydimethylsiloxane, finden unter anderem in Kosmetika, Deodoranten, Seifen, Waschmitteln und anderen Pflegeprodukten Verwendung. Besondere Bekanntheit und Bedeutung haben höhermolekulare Siloxane, die sogenannten Silikone. In Kosmetik und Pflegeprodukten befinden sich oft die Stoffe Cyclotetrasiloxane und Cyclopentasiloxane, abgekürzt D4 und D5. Der Stoff D4 wurde gemäß einer britischen Studie als Gefahrstoff eingestuft, der die Fruchtbarkeit beeinträchtigen kann und für Wasserorganismen schädlich ist. Seine gefährliche Wirkung gilt als langfristig. Des weiteren stellt der Stoff D5 ein mögliches Risiko für den Menschen dar, da es bei Ablagerungen aus den enthaltenen Kosmetika durch Einatmen in den menschlichen Organismus aufgenommen werden kann.

Natriumlaurylethersulfat

Natriumlaurylethersulfat ist ein starkes öl- und fettlösendes Reinigungsmittel. Durch seine zusätzlich schäumende Eigenschaft wird es in vielen Körperhygieneprodukten, aber auch zur Herstellung von Schaumbeton und als Fettlöser verwendet. Zudem wird der Stoff vor allem wird in ZahnpastenShampoos, Kosmetika, Duschgels, Flüssigseifen und in einigen anderen Pflegeprodukten eingesetzt. Natriumlaurylethersulfate sind wie o.g. stark entfettende Schaumbildner, die zur Austrocknung der Kopfhaut führen können. Sie greifen zudem die Schleimhäute und die Augen an und wirken generell hautreizend. Einmal im Körper angekommen können diese schnell von Augen, Gehirn, Herz und Leber absorbiert und dort eingelagert werden, was zu Langzeitschäden dieser Organe führen kann.

Triclosan

Triclosan, das zur chemischen Stoffgruppe der polychlorierten Phenoxyphenole gehört, ist ein bakterienhemmender Wirkstoff, der in einer breiten Palette von Bedarfsgegenständen, kosmetischen Präparaten und Desinfektionsmitteln als Biozid und Konservierungsstoff eingesetzt wird. Die FDA stuft Triclosan als Bestandteil von antibakteriellen Handseifen als überflüssig ein und fordert Hersteller zur Änderung der Zusammensetzung auf. Forscher haben im Urin von Schwangeren sowie im Nabelschnurblut Triclosan nachweisen können. Weiterhin hat eine kanadische Studie die im Jahr 2015 veröffentlicht wurde festgestellt, das es ein Zusammenhang mit Triclosan und einer verminderten Fruchtbarkeit (längere Zeit bis zur Schwangerschaft) bei Frauen besteht.

In einer 2014 veröffentlichten Studie wurde an Mäusen gezeigt, dass Triclosan Zellproliferation, Leberfibrose und proinflammatorische Immunantworten auslöst. Außerdem stellten Wissenschaftler bei Verabreichung von Triclosan in die Bauchhöhle von Mäusen fest, dass es zu einer Schwächung des Herzmuskels führt. Nach zehn Minuten konnte eine Abnahme der Pumpleistung der Herzens um bis zu 25 Prozent festgestellt werden. Ferner gibt es noch weitere Studien, aber ich denke das sind schon genug Gründe, um die Finger davon zu lassen.

Butylacetat

Butylacetat ist eine farblose Flüssigkeit mit fruchtartigem Geruch. Diese Chemikalie ist ein weitverbreitetes Lacklösungsmittel. Ferner wird es auch im chemischen Labor als Lösungsmittel eingesetzt. Doch auch in Nagellackentfernern und Nagel-Gelen findet dieser Stoff Verwendung. Die Dämpfe können Schläfrigkeit und Benommenheit auslösen. Außerdem kann der häufige Gebrauch von den o.g. Produkten die Butylacetat enthalten, Hautrisse und Trockenheit verursachen.

Butylhydroxytoluol (BHT)

BHT wird in zahlreichen Verbraucherprodukten, z. B. Kosmetika, Pflegeprodukten oder Verpackungsmaterialien eingesetzt. Weiterhin ist es als Lebensmittelzusatzstoff (E 321) zugelassen. Es ist tatsächlich ein Antioxidans, was vor allem dazu dient, um Veränderungen von Produkten durch den Luftsauerstoff zu verhindern oder zu verlangsamen. In einem Tierversuch traten Störungen der Blutgerinnung auf und im Langzeitversuch wurden Lebertumore beobachtet. Weiterhin kann dieser Stoff, Augen- und Hautreizungen verursachen.

1,4-Dioxane

1,4-Dioxan ist eine farblose und niedrigviskose Flüssigkeit und vorrangig in Shampoos, Duschgels und einigen anderen Pflegeprodukten verwendet. Der Stoff kann über eine Inhalation oder über die Haut aufgenommen werden und reizt die Augen und die Atemwege. Weiterhin kann es nach kurzer Einwirkung zu Schädigungen der Leber, der Nieren und des zentralen Nervensystems kommen. Nach einem wiederholten oder länger andauernden Kontakt wird die Haut entfettet. Des weiteren steht der Stoff im Verdacht beim Menschen Krebs zu erzeugen. Außerdem kann 1,4-Dioxan in Verbindung mit anderen Stoffen die in Kosmetika enthalten sind, hochgiftig wirken.

Duftstoffe

Ferner sind in vielen Kosmetik- und Pflegeprodukten Duftstoffe enthalten, die Allergien auslösen können. Weiterhin stecken in einigen außerdem künstliche Moschusdüfte und Cashmeran, wie eine Analyse von Öko-Test ergab. Diese Inhaltsstoffe können sich im Fettgewebe anreichern und stehen im Verdacht, die Leber zu schädigen. Experimente mit Tieren ergaben, dass Duftstoffe die Unfruchtbarkeit fördern können. Die meisten Duftstoffe sind giftig und kommen nicht aus natürlichen Materialien. Viele von ihnen können Phthalate enthalten.

Blei

Auch Blei kann als ein Schadstoff in mehreren Kosmetik- und Pflegeprodukten enthalten sein. Gefunden wurden Bleirückstände vor allem in Sonnenschutzmittel, Schminke, Nagellack, Lippenstift und weißende Zahnpasta. Blei im Körper gilt als ein nachgewiesenes Nervengift, das zu Lern-, Sprach- und Verhaltensproblemen führt. Es wurde auch mit Fehlgeburten, verminderter Zeugungsfähigkeit und dem verspäteten Einsetzen der Pubertät bei Mädchen in Zusammenhang gebracht. Sind Metalle im Lippenstift enthalten, können diese durch die Mundschleimhaut in die Blutbahn geraten und sich dort über die Jahre anlagern.

Quecksilber (Thiomersal)

Thiomersal ist eine Quecksilberverbindung und wird als Konservierungsstoff in Mascara, Augentropfen und Haut-Bleaching-Cremes gegen mikrobiellen Verderb eingesetzt. In Deutschland wurden z.B. Quecksilberrückstände in Hautcremes und Lippenstiften gefunden. Quecksilber ist mit vielen Gesundheitsproblemen verknüpft. Einige davon sind Hautreizungen, allergische Reaktionen, neurologische Schäden, Vergiftungen und Umweltschäden. Das Schwermetall kann durch die Haut in den menschlichen Körper gelangen.

Talk (Talkum)

Talkumpuder wird bei vielen Produkten auf Puderbasis in der Kosmetik eingesetzt wie beispielsweise in Babypuder und anderen Körper- und Gesichtspudern wie Kompaktpuder, Bronzer, Rouge oder Kajalstiften und Liplinern. Ferner belegen Aufzeichnungen die seit den frühen 1980er Jahren geführt werden, dass mehrere Tausend Kleinkinder jedes Jahr sterben bzw. ernsthaft erkranken, nachdem sie versehentlich diesen Puderstaub eingeatmet hatten. Des weiteren konnte eine weitere Studie nachweisen, dass Frauen, die häufig (zwischen einmal pro Woche bis täglich) Talkumpuder im Genitalbereich anwenden, ein um 40 % höheres Risiko haben, an Eierstockkrebs zu erkranken.

Toluol

Toluol ist eine farblose, charakteristisch riechende, flüchtige Flüssigkeit, die in vielen ihrer Eigenschaften dem Benzol ähnelt. Zudem ist es unter anderem auch im Benzin enthalten. Toluol wird überwiegend in Haarfärbemitteln, Nagellack und Nagellackentferner verwendet. Häufiger Kontakt mit der Chemikalie führt oft zu Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel und Hautreizungen. Der Kontakt mit Toluol über einen längeren Zeitraum kann zu Gedächtnisverlust, Appetitverlust, Erkrankungen der Atemwege und Fortpflanzungsstörungen führen. Außerdem kann der regelmäßige Kontakt während der Schwangerschaft beim Kind das Risiko von Lernschwierigkeiten und Störungen des Zentralnervensystems, der Muskulatur und der Aufmerksamkeit erhöhen.



Zwei gute Dokumentationen über die Chemikalien in Pflegeprodukten

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