Bestätigt: Zuckerkonsum begünstigt Depressionen

Bestätigt: Zuckerkonsum begünstigt Depressionen

Zuckerkonsum begünstigt Depressionen

Jährlich erkranken knapp fünf Millionen Deutsche an einer Depression. Jetzt hat eine große Studie gezeigt, dass viele von ihnen einen erhöhten Zuckerkonsum haben. Ein Forscherteam des Londoner University Colleges analysierte die Ernährungs- und Gesundheitsdaten von über 8.000 – hauptsächlich männlichen – Briten, und dabei zeigte sich, dass mit dem Verzehr von Süßigkeiten wie Kuchen, Keksen, Schokolade und Soft-Drinks das Risiko für Angststörungen und Depressionen deutlich nach oben ging. „Männer mit dem höchsten Zuckerkonsum – mehr als 67 Gramm pro Tag – hatten ein um 23 Prozent größeres Risiko für eine mentale Störung als jene Männer, die weniger als 40 Gramm pro Tag verzehrten“, berichtet die Londoner Studienleiterin Anika Knüppel.

Jede vierte Frau und jeder achte Mann wird irgendwann depressiv

Depressionen gehören zu den häufigsten und oft unterschätzten Erkrankungen. Insgesamt erkranken in Deutschland etwa 5,3 Millionen Menschen im Laufe eines Jahres an einer behandlungsbedürftigen Depression. Diese Zahlen nennt die Deutsche Depressionshilfe. Das Risiko, als Erwachsener irgendwann im Laufe des Lebens an einer Depression zu erkranken, liegt nach neueren Studien für Frauen bei 21 bis 23 Prozent, für Männer bei elf bis 13 Prozent. Das heißt, etwa jede vierte Frau und jeder achte Mann ist im Laufe des Lebens von einer Depression betroffen. Auch Prominente sind darunter, wie etwa Catherine Zeta-Jones, Julia Roberts, Bruce Springsteen, Justin Bieber, James Franco und Angelina Jolie. Haben auch sie alle zu viel Zucker gegessen?

Um diese Zahlen besser einordnen zu können: Eine Dose Cola enthält bereits über 30 Gramm, und der Bundesbürger verzehrt durchschnittlich 100 Gramm Zucker pro Tag. Er liegt also deutlich über den 67 Gramm, ab denen man in der Studie bereits den Zucker-Vielessern zugeordnet wurde.

Knüppel betont aber auch, dass diese Zahlen keinen kausalen Zusammenhang beweisen. Denn prinzipiell ließen sie sich ja auch dadurch erklären, dass jene Menschen, die depressiv sind, wegen ihrer Krankheit vermehrt zu Zucker greifen, quasi als Selbsttherapie. Doch dann wäre der Zuckerkonsum nicht die Ursache, sondern die Folge der Krankheit. Also untersuchten die Forscher bei ihren Probanden, wie sich deren Süßwarenkonsum und deren psychische Störungen zeitlich entwickelt haben.

Dabei zeigte sich: Wer bereits psychisch krank war, aß keineswegs überdurchschnittlich mehr Süßes. Wohl aber entwickelten ursprünglich gesunde Männer öfter Ängste und Depressionen, wenn sie viel Zucker verzehrten. Weswegen für Knüppel und ihr Team feststeht: „Eine Politik, die für einen geringeren Zuckerkonsum in der Bevölkerung sorgt, kann durchaus zur Prävention von Depressionen und anderen psychischen Störungen beitragen.“ Die Stimmungslage der Deutschen könnte sich also deutlich aufhellen, wenn sie ihren Zuckerkonsum dritteln oder wenigstens halbieren könnten.

Belohnungssystem wird durch Zucker gefüttert

Auf den ersten Blick erklärbar scheint dieses Phänomen jedoch nicht, denn eigentlich benötigt kein anderes Organ so viel Zucker wie unser Gehirn, nämlich rund zehn, also 140 Gramm. Doch auf Überdosierung reagiert es fast wie auf eine Vergiftung. „Unter massiver Zuckerzufuhr werden weniger Proteine für die Neubildung von Nervenzellen und Synapsen aktiviert“, erklärt Fernando Gomez-Pinilla von der University of California. Diese Drosselungsaktionen sollen verhindern, dass aktive Hirnzellen sich im Rausch des Zuckerüberflusses erschöpfen. Doch dabei wird offenbar so entschieden der Saft abgedreht, dass am Ende die aktive, für Willensaktionen maßgebliche Hirnmasse deutlich schrumpft.

Eine andere Erklärung wäre, dass unser zentrales Denkorgan bereits seine Belohnungssysteme hochfährt, wenn es nur den Geschmack von Süßem wahrnimmt. Es kommt dann zur Ausschüttung des Botenstoffs Dopamin, was für eine kurzfristige Befriedigung sorgt, die aber schon bald vom Verlangen nach noch mehr Zucker abgelöst wird. „Er besetzt unser Belohnungssystem und schaukelt es hoch“, erklärt Neuro-Wissenschaftlerin Jordan Gaines Lewis von der Pennsylvania State University. Was im Endeffekt bedeutet: Wir können nicht genug von ihm bekommen.

Und wer nicht genug von etwas kriegen kann, ist latent unbefriedigt mit einer entsprechenden Neigung zur Schwermut. Nicht umsonst leiden auch extrem viele Drogensüchtige unter Depressionen – und bei den „Zucker-Junkies“ ist es nicht anders.

Zucker fördert auch entzündliche Prozesse im Körper

Zudem unterfüttert Zucker entzündliche Prozesse, die – wie man mittlerweile weiß – den Ausbruch von Depressionen fördern können. Was ja auch aus biologischer Sicht durchaus sinnvoll ist. Denn eine Entzündung bedeutet zunächst einmal, dass im Körper etwas beschädigt ist, und deshalb schaltet das Gehirn auf Schongang und Rückzug, um Zeit und Ruhe für die Regeneration zu gewinnen. Weswegen es uns bei einer schweren Erkältung eher ins Bett als auf lustige Partys zieht. Doch diese kurzfristig sinnvolle Rückzugsstrategie kann sich zur langfristig schädlichen Depression auswachsen. Vor allem, wenn Entzündungen durch Zucker unter Dampf gehalten und chronisch werden.


„Du bist, was Du isst..!“, die Ernährung beeinflusst unmittelbar sämtliche Stoffwechselvorgänge in unserem Organismus, so auch Stoffwechselvorgänge, die sich im Hirn abspielen. Vermutlich jeder hat beispielsweise schon mal vernommen, dass das Serotonin in der Schokolade glücklich macht, da Serotonin als natürliches Glückshormon fungiert.

Störung regulativer Botenstoffe im Hirn führen zu Depressionen! Die emotionale Lage wird also vom Hirn gesteuert, so viel ist bestens erforscht und allgemein bekannt – was Ihnen Ihr Arzt aber nicht verraten haben wird: in unserem Hirn fungieren Botenstoffe als s.g. „Mediatoren“, also Signalgeber, die miteinander kommunizieren und über Wohlbefinden oder Depression, gar Ängste entscheiden!

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Ein Video über die Folgen von Zuckerkonsum



Quelle
http://www.rp-online.de/

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