Wissenschaftler in Amsterdam zerstören Brustkrebszellen ohne Chemo

Wissenschaftler in Amsterdam zerstören Brustkrebszellen ohne Chemo

Herceptin und Lapatinib bei Brustkrebs

Die von Professor Nigel Bundred bei der European Breast Cancer Conference in Amsterdam vorgelegte Forschung zeigte, dass sie die Wirksamkeit eines Medikamenten, das als Herceptin (a.k.a Trastuzumab) und Lapatinib bekannt ist, an Brustkrebszellen erfolgreich getestet haben. Die beiden Medikamente werden häufig in der Brustkrebsbehandlung bereits verwendet, aber dies ist das erste Mal, dass sie zusammen kombiniert wurden und vor der Operation und Chemotherapie verwendet wurden. Sie fanden heraus, dass sie in der Lage sind, einige Arten von Brustkrebs in nur 11 Tage zu zerstören.

Gefördert durch die Krebsforschung in Großbritannien, zielten sie darauf ab, diese Medikamente zu verwenden, um ein Protein namens HER2 (menschlicher epidermaler Wachstumsfaktor Rezeptor 2) zu bekämpfen, der das Wachstum und die Teilung der Krebszellen beeinflusst. Brustkrebs ist eines der häufigsten Krebsarten auf der Welt. Was diese Behandlung auch so ansprechend macht ist die Tatsache, dass es die Notwendigkeit für Chemotherapie und Operationen verringter. Die vorübergehenden Nebenwirkungen wie Haarausfall, Erbrechen und Müdigkeit werden ebenfalls vermieden, wodurch die Behandlung weniger schädlich auf den Organismus wirkt. Da Chemo lediglich eine Symptom-Behandlung ist und meist auch nicht die richtige Wahl für viele Patienten, sind Alternativen längst überfällig.

Die Ergebnisse der Studie

257 Frauen mit HER2 positiven Brustkrebs wurden für die Studie ausgewählt, während die Hälfte auf die Medikamenten-Kombination gesetzt wurde und wurde die andere Hälfte mit einem Placebo therapiert. Sie fanden heraus, dass 11 % der Patienten die das Medikament bekamen, keine Krebszellen mehr hatten. 17 % der Patienten zeigten einen einen drastischen Rückgang des Haupttumors.

Im Vergleich zu der Kontrollgruppe, die nur Herceptin erhielten, wurde festgestellt, dass alle Patienten noch Krebszellen aufwiesen und nur 3 % konnte einen Rückgang der Tumorgröße vermelden. Folglich haben beide Medikamente kombiniert einen großen Einfluss Brustkrebszellen. Wenn jedoch die Medikamente einzeln eingenommen werden, ist der Effekt marginal. Das Problem ist derzeit jedoch, dass die Herceptin-Lizenzierung nur für den Einsatz neben der Chemotherapie erlaubt ist und nicht zur Verwendung alleine. Die Ergebnisse dieser Studie können dazu beitragen, das zu ändern.

Zwar gibt es noch viel zu tun, doch es ist ein sehr wichtiger Schritt im Kampf gegen eine der tödlichsten Krankheiten der Welt. Da es seit Jahren keine Fortschritte in der Krebstherapie gab, gib dies Mut zur Hoffnung. Mit medizinischen Fortschritten, die sich jedes Jahr verbessern, ist es hoffentlich bald möglich, Krebs schneller, effizienter und mit weniger Nebenwirkungen zu heilen. Zumindest aus schulmedizinischer Sicht.


Quelle

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