Omega 3 Fettsäuren

Omega 3 Fettsäuren = Gehirn-Power

Omega 3 Fettsäuren sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die alle eine Doppelbindung zwischen dem 3. und 4. Kohlenstoffatom besitzen. Die Nummerierung beginnt dabei am sogenannten Ω-Kohlenstoff-Atom, das die Carboxylgruppe trägt. Die Omega-3-Fettsäuren sind eine Untergruppe innerhalb der Omega-n-Fettsäuren. Sie sind essenzielle Stoffe für die menschliche Ernährung, sind also lebensnotwendig und können vom Körper nicht selbst hergestellt werden.

Omega 3 hat einen Ruf als Lebensmittel für das Gehirn. Es hilft, nachweislich gegen psychische Erkrankungen wie, Depressionen, Psychosen, ADHS und Alzheimer. Viele ältere Menschen nehmen Fischöl oft gegen trockene Augen oder Muskelschwund. Frauen kann es bei Regelschmerzen, Brustschmerzen und Schwangerschaftsproblemen helfen. Eine rundum wichtige Fettsäure.

Wo genau hilft Omega 3?

  • gegen zu hohen Blutdruck
  • fördet die gesamte Durchblutung im Körper
  • senkung des Herzinfarkt-Risikos
  • hilft beim Abnehmen
  • wichtig für den Gehirnstoffwechsel
  • Energiespender

Wie wirkt Omega 3?

Ferner bindet sich der Stoff Omega 3 im Körper mit Sauerstoff (O2) und gelangt so in die verschiedenen Bereiche des Körpers wo er sich dann entfaltet. Dort bindet sich der Stoff dann z.B. mit den Zellen im Gehirn um so den Gehirnstoffwechsel positiv zu beeinflussen.

Omega-6 zu Omega-3 Verhältnis

Das Verhältnis zwischen den beiden Fettsäuren betrug bei unseren Vorfahren in der Altsteinzeit ungefähr 1:1. In Japan liegt es bei 4:1, während in Deutschland die proentzündlichen Omega-6 Fettsäuren deutlich mit 8:1 in der Ernährung überwiegen. Es empfiehlt sich die Einnahme von Omega-6 zu drosseln (Sonnenblumen Öl einschränken, Fast Food genauso) und mehr Fisch zu essen.

Omega-3 Quellen

Lediglich die tierischen Omega-3 Fette (hauptsächlich Fisch Öl oder Krill Öl) weisen eine Wirksamkeit im Menschen auf, während die pflanzliche Variante aus Chia Samen oder Leinsamen kaum zu den humanen Fettsäuren EPA und DHA umgewandelt werden. Algen Öl kann zwar DHA aber kaum EPA liefern. Je nach Fischsorte nimmt man 1 g EPA und DHA pro 100 g Fisch auf, Thunfisch, Makrele und Lachs enthalten relativ gute Mengen.

Omega-3 Fettsäuren und das Herz

Omega-3 Fettsäuren tragen zu einer normalen Herzfunktion bei und reduzieren die Triglyzeridwerte, welche als ein Risikofaktor für eine Herzerkrankung erachtet werden. Diese Reduktion bewegt sich im Bereich von 15-30%. Da EPA und DHA die Weiterleitung von Nervenimpulsen unter den Zellen unterstützen, könnte eine ausreichende Versorgung theoretisch auch die Entwicklung oder Komplikationen von Herzrhythmusstörungen minimieren. Omega-3 tragen bei zu die Durchblutung, Elastizität und Funktionalität von Gefäßen. Es herrscht derzeit keine Einigkeit in der kardiovaskulären Forschung inwieweit Omega-3 Fette die Wahrscheinlichkeit für Herzkranzgefäßerkrankungen, Infarkte und tödliche Ausgänge dieser Komplikationen positiv beeinflussen können in einem Maß das über die der gewöhnlichen Ernährung hinausgeht. Die Forschungsergebnisse widersprechen sich. Ältere Studien erzielten bessere Ergebnisse.

Ein Grund hierfür könnte die verbesserte medikamentöse Versorgung von Herzpatienten mit Statinen und Blutdrucksenkern sein, welche die Wirkung dieser ungesättigten Fettsäuren in den entsprechenden Studien untergehen lässt. In älteren Studien mit einem größeren Anteil unbehandelter Patienten kam die Omega-3 Wirkung stärker zum Tragen. Omega-3 Fettsäuren sind jedoch kein Ersatz für eine Therapie oder ärztliche Beratung. Sorgen Sie für eine ausreichende Deckung des Omega-3 Mindestbedarfs, Fettsäuren sind nur ein Baustein der Herzgesundheit.

Gedächtnisleistung und Psyche

EPA und DHA scheinen folgende Aspekte der Gehirnleistung positiv zu beeinflussen:

  • nonverbale Gedankengänge
  • mentale Flexibilität
  • Funktion des Arbeitsgedächtnisses
  • verbale Fähigkeiten

In einigen Studien steigerten EPA und DHA die Aufmerksamkeitsspanne und die Leistung des Arbeitsgedächtnisses, welches im Zusammenhang mit der flüssigen Intelligenz steht. Folglich senken Omega-3 Fettsäuren die Stressempfindlichkeit und Entwicklung von Angstzuständen. Eine ausreichende Omega-3 Versorgung hat eine gewisse vorbeugende Wirkung gegen den altersbedingten kognitiven Verfall. Menschen, die im hohen Alter mit EPA und DHA therapiert wurden, erfahren jedoch keine Besserung ihrer Gedächtnisleistung.

EPA, aber nicht DHA, verbesserte die Symptome von schweren unipolaren Depressionen und Angstzuständen. Zu diesem Schluss kam eine Auswertung von 28 klinischen Studien. Die Dosis war relativ hoch bei 2,2-6,2 g EPA und DHA täglich, wobei EPA den Großteil der Fettsäuren ausmachte. Menschen mit leichten Depressionen profitierten nicht von der zusätzlichen EPA Einnahme. Omega-3 Fettsäuren, genauso wie Zink und Magnesium können begleitend zu einer Antidepressiven Therapie als Ergänzung eingenommen werden, sind aber kein Ersatz für Medikamente und eine Behandlung.

Weitere Informationen findet ihr unter: www.inutro.com


Ein gutes Video über Omega 3 Fettsäuren


Quellen
https://www.inutro.com