Vanadium

Das Spurenelement: Vanadium

Vanadium (auch Vanadin) ist ein sehr weiches Übergangsmetall, das für eine Vielzahl von Lebewesen essentiell ist. Im menschlichen Körper findet es sich als Spurenelement in der Leber, der Milz, den Nieren und den Knochen. Das gesamte Vanadium Vorkommen im Organismus liegt bei rund 100 Mikrogramm (µg). Das Übergangsmetall steuert bestimmte Enzyme und wirkt sich positiv auf den Cholesterinspiegel aus, indem es die Synthese des Cholesterins hemmt. Außerdem ist der Mineralstoff wichtig für die Glucoseaufnahme: Die einzelnen Vanadium Eigenschaften sorgen dafür, dass der Glucose-Spiegel im Blut niedrig bleibt. Damit könnte Vanadin eine Rolle für Zuckerkranke spielen. Derzeit wird daher untersucht, ob sich mit Vanadium Diabetes Typ 2 therapieren lässt. Bei Tieren wurde zudem ein Einfluss auf das Wachstum festgestellt – ob diese Wirkung des Übergangsmetalls auch auf den Menschen zutrifft, muss jedoch noch wissenschaftlich geklärt werden.

Eine Studie gibt es hier (Englisch)

Die Funktion von Vanadium im Körper

Das Spurenelement ist für die Mineralisation von Knochen und Zähnen wichtig. Es trägt zur Synthese des biogenen Amins Cholin bei und wird für die Aktivität des Enzyms Cholinesterase benötigt. Im Stoffwechsel von Fetten kann Vanadium die Synthese von Cholesterin hemmen. Vanadium ist außerdem am Stoffwechsel von Eisen beteiligt. In biologischen Systemen dient Vanadium vermutlich als Katalysator für Redoxsysteme, durch die der Elektronenaustausch im Lauf der Gewinnung von Energie geregelt wird. Noch nicht genau geklärt ist der Einfluss von Vanadium auf den Blutzucker.

In Tierversuchen entfaltete das Spurenelement eine Insulin-ähnliche Wirkung auf den Blutzucker. Ob beim Menschen vergleichbare Wirkungen entstehen, darüber gibt es bisher zu wenig Nachweise. 1985 erschien beispielsweise in der Zeitschrift „Science“ einen Bericht über die stabilisierende Wirkung von Vanadium bei der Zuckerkrankheit (Diabetes). Man vermutet, dass Vanadium dazu beiträgt, den Blutzucker zu regulieren. Vanadium kann möglicherweise vor stark erhöhten LDL und Triglyzeriden schützen, die zu den eher „schlechten“ Bestandteilen des Cholesterins zählen.

Hier gibt es noch eine Studie (Englisch)

Vanadium in Lebensmitteln

Ein hohes Vanadium Vorkommen findet sich beispielsweise in Dill, Pflanzenölen (vor allem Sonnen- und Olivenöl), Soja, Fischen und Meeresfrüchten.

Lebensmittel mit hohem Vanadiumanteil

  • Hülsenfrüchte 35 mcg / 100g
  • Nüsse 15 mcg / 100g
  • Austern 10 mcg / 100g
  • Gemüse, Obst 7,5 mcg / 100g
  • Fisch 3 mcg / 100g

Täglicher Bedarf

Vanadium gehört zu den Spurenelementen, von dem der tägliche Bedarf bisher nicht genau bestimmt ist. Die Schätzungen reichen von 10 bis 20 Mikrogramm (mcg) bis zu 1 bis 2 Milligramm (mg) täglich. Meist wird der Tagesbedarf mit 15 bis 30 mcg angegeben.

Vanadiummangel

Ein Mangel an Vanadium, konnte bisher nur bei Tieren beobachtet werden. Zu den Folgen gehörten erhöhte Abortraten, verringerte Milchproduktion, vermindertes Wachstum, Ödeme, gestörte Funktionen der Schilddrüsen und im Fettstoffwechsel. Beim Menschen sind durch das Fehlen von Vanadium bisher keine Mangelerscheinungen bekannt.

Vanadiumüberdosierung

Erhält der Körper zu viel von dem Spurenelement, entsteht ein Vanadiumüberschuss, der auch Vanadiumvergiftung oder Vanadiumintoxikation genannt wird. Ein Vanadiumüberschuss ist selten. Durch eine ausgewogene Ernährung wird solch ein Vanadiumüberschuss nicht erreicht. Jedoch kann das Einatmen von Vanadiumstaub oder die Aufnahme von zu viel Vanadium, beispielsweise in Form von Vitaminpräparaten, über den Verdauungstrakt zu einer Vanadiumvergiftung führen. Besonders gefährdet sind Arbeiter bei der Reinigung von mit Erdöl betriebenen Heizanlagen sowie bei der Gewinnung und bei der Verarbeitung von dem Spurenelement.

Betroffene Personen leiden bei einer akuten Vanadiumvergiftung kurze Zeit nach Zufuhr von zu viel Vanadium an Augenbrennen, Schnupfen, Kehlkopfentzündung mit Halsschmerzen, schwarz-grüner Verfärbung der Zunge, Heiserkeit, Stimmlosigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.
Wenn über einen längeren Zeitraum dem Körper zu viel vom dem Spurenelement zugeführt wird, handelt es sich um eine chronische Vanadiumvergiftung. Eine chronische Vanadiumvergiftung verursacht eine Bronchitis oder Lungenentzündung mit Husten, Atembeschwerden und Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit. Hinzu kommen Nierenschädigungen, Nasenbluten, Erbrechen und Muskelkrämpfe.



Ein Vortrag über diverse Spurenelemente


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Quellen

http://www.eesom.com/
https://www.centrosan.com/
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19283341
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8781301