Salbei reduziert die Schweißbildung und wirkt stresslindernd

Salbei reduziert die Schweißbildung und wirkt stresslindernd

Salbei (Salvia)

Die Pflanzengattung Salbei (Salvia) gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und ist äußerst umfangreich – rund 900 verschiedene Arten sind bekannt. Der Echte Salbei (Salvia officinalis) ist ein mehrjähriger Halbstrauch und zählt mit seinen aromatischen Blättern zu den wichtigsten Heil- und Gewürzpflanzen.

Darüber hinaus gibt es auch einjährige und mehrjährige krautige Arten, die hauptsächlich als Zierpflanzen verwendet werden. Heimisch bei uns sind der Wiesen-Salbei (Salvia pratensis).

Der Echte Salbei zählt zu einem der ältesten bekannten Heilpflanzen überhaupt. Bereits in der Antike und im Mittelalter war er so berühmt, dass zeitweise nur vertraute Menschen mit dem Sammeln des Krauts beauftragt wurden.

Auch heute findet der Salbei bei vielen Beschwerden Anwendung. Außerdem ist er ein bekanntes und beliebtes Gewürzkraut der mediterranen Küche und wird u.a. für Saltimbocca, Entrecote oder Antipasti verwendet. Der oder die Echte Salbei wird auch Garten-Salbei genannt und wächst auch in unseren Reihen.

Hier sind 10 fabelhafte Vorteile von Salbei für Schönheit und Gesundheit

Hat entzündungshemmende Eigenschaften

Salbei ist reich an ätherischen Ölen, wie Thujon, Cineol und Kampfer. Außerdem enthält er Gerbstoffe, Triterpene, Flavonoide und Bitterstoffe. Vor allem die enthaltenen Gerbstoffe wirken entzündungshemmend.

Das Kraut wird oft bei Halsschmerzen, Rachenentzündungen sowie bei Entzündungen der Mundschleimhaut, beispielsweise bei Prothesendruckstellen, und bei Mundgeruch angewendet. Salbeitee eignet sich bestens als antiseptisches Mundwasser.

Lässt das Haar glänzen

Salbeitee als Haarspülung ist ein gutes Mittel für glänzendes Haar. Vor allem wegen den ätherischen Ölen. Außerdem ist das Kraut ein gutes Mittel gegen Schuppen.

Um eine Salbei-Haarspülung zu kreieren, müssen wir einfach einen Esslöffel getrockneten Salbei in kochendes Wasser geben. Dieses dann eine Weile ziehen lassen und fertig ist die natürliche Spülung. Den Tee ordentlich in die Haare einmassieren und mit warmen Wasser abspülen.

Reduziert Schweißbildung

Salbei ist vor allem für seine Fähigkeit bekannt, Schweißbildung zu reduzieren. Diese Eigenschaft ist auch als antihydrotisch bekannt. Studien haben ergeben, dass Salbeitee übermäßiges Schwitzen um bis zu 50% reduzieren kann.

Außerdem kann das Kraut verwendet werden, um Hitzewallungen und Nachtschweiß zu behandeln. Weiterhin haben einige Untersuchungen gezeigt, dass Salbei die Schweißmenge während eines “Workouts” regulieren kann.

Lindert Magen-Darm Beschwerden

Das Kraut hilft aber auch bei Magen-Darmbeschwerden und Appetitlosigkeit. Die Blätter der energiegeladenen Pflanze enthalten auch wertvolle Bitterstoffe, die Krankheitskeime bekämpfen und die Verdauung ankurbeln können.

Um gegen die lästigen Beschwerden durch Magenprobleme anzukämpfen, trinkt man täglich am besten drei bis vier Tassen frisch aufgebrühten Salbeitee.

Bekämpft Hautunreinheiten

Die Vorteile von Salbei für unsere “Schönheit” sind sehr zahlreich. Das Kraut hat antimykotische, antibakterielle und antiseptische Eigenschaften. Dadurch kann es verwendet werden, um Hautunreinheiten zu behandeln.

Dazu können wir täglich ein 20-minütiges Dampfbad mit Salbei machen. Das Dampfbad öffnet die Poren und das Kraut wirkt entzündungshemmend.

Dazu am besten 40 Gramm frischen Salbei mit einem Liter heißem Wasser in eine Schüssel geben und dann den Dampf mit einem Handtuch über dem Kopf aufnehmen. Weiterhin können so auch Hauterkrankungen wie Akne behandelt werden.

Wirkt als Anti-Stressmittel

Bei einer wissenschaftlichen Untersuchung von Salbeikräutern fanden Forscher eine Anti-Stresswirkung.

In einer Placebo-kontrollierten Doppel-Blind-Studie im Crossover-Design bekamen 30 gesunde Probanden an drei verschiedenen Tagen, im Abstand von jeweils sieben Tagen entweder ein Placebo oder 300 beziehungsweise 600 Milligramm eines Präparates aus getrockneten Salbeiblättern.

Nach jeweils einer und vier Stunden nach jeder Einnahme, absolvierten die Teilnehmer einen 20-minütigen Stresstest.

Ferner führten beide Salbei-Dosierungen (300 und 600 mg) dabei zu einer verbesserten Stimmungslage sowie einer Reduzierung von Stress-Symptomen. Bei der geringeren Dosis konnte zudem eine Abnahme von Angsterscheinungen gezeigt werden. Weiterhin fand man bei der höheren Dosis, einen Anstieg der Aufmerksamkeit.

Hilft bei der Behandlung von Asthma

Davon abgesehen das Salbei hat eine krampflösende Wirkung hat, enthält das Kraut auch Bitterstoffe. Die Bitterstoffe sind in der Lage, Asthma beim Menschen zu unterdrücken.Prof. Dr. Stephen Liggett von der University of South Florida sagt folgendes: ” Der Grund für die Wirksamkeit von Bitterstoffen gegen Asthma ist folgender.

Es gibt Geschmackszellen für bittere Stoffe nicht nur im Mund, sondern auch in der Lunge. So gesehen ist die Wirkung von Inhalationen von Bitterstoffen plausibel, und man versteht, warum Kauen vielleicht weniger hilft.

Die auf der glatten Muskulatur der Bronchien sitzenden Rezeptoren werden durch Inhalieren von Bitterstoffen erreicht und stimuliert. Diese glatten Muskeln steuern unsere Atmung durch Zusammenziehen und Entspannen (Muskelkontraktionen).

Weil bei Asthma die Atmung durch ein viel zu starkes Zusammenziehen dieser Muskeln bis hin zur Verkrampfung behindert ist, wird der Luftstrom der Betroffenen eingeschränkt. Sie werden kurzatmig. Und hier setzen die Bitterstoffe an.

Durch Signale der Geschmacksrezeptoren der Lungen entspannt sich die glatte Muskulatur und ein tiefes Durchatmen wird wieder möglich.

Es kann helfen, Diabetes zu verhindern

Weiterhin kann Salbei durch die zahlreich enthaltenden Antioxidantien auch bei Diabetes zum Einsatz kommen. Wissenschaftler der portugiesischen Universität von Minho fanden in einer Studie heraus, dass Salbeitee auch Effekte gegen Diabetes freisetzt.

Besser gesagt sie fanden heraus, dass der Tee den Nüchter-Blutzuckerspiegel unten hält und dies wiederum hat Auswirkungen auf die Gluconeogenese.

Es regt das Haarwachstum an

Das im Salbei enthaltene ätherische Öl wirkt stark antibiotisch und macht deswegen einem Parasitenbefall der Kopfhaut den Garaus. Außerdem trägt es durch seine Heilkraft bzw. durch seine Inhaltstoffe zu einer schnellen Wundheilung bei. Das ist wichtig, denn nur auf einer gesunden Kopfhaut findet ein gesunder Haarwuchs statt.

Nebenwirkungen

Nebenwirkungen: Vorsicht angesichts der inneren Anwendung ist bei Schwangeren und stillenden Frauen geboten. Salbei enthält östrogenartige Verbindungen, die sich negativ auf die Schwangerschaft auswirken können und den Milchfluss stillender Mütter unterbinden können.

Vor allem Salbeiöl gilt es zu vermeiden; ebenso gilt Vorsicht beim Verzehr größerer Mengen von Salbei bei Kindern.

Salbeitee

Die klassische Anwendung des Krauts erfolgt in einem Tee. Salbeitee wird bei Magen-Darmbeschwerden, übermäßigem Schwitzen aber auch bei Halsweh getrunken. Überbrühen Sie hierzu 1 bis 2 Teelöffel (1,5 g) fein geschnittene Salbeiblätter mit einer Tasse (150 ml) kochend heißem Wasser. Den Tee anschließend 5 Minuten lang ziehen und die Blätter anschließend raus filtern.



Quellen

http://www.kraeuter-buch.de/