Studien zeigen: Niedrige Dosen von Glyphosat verursachen massive Genveränderungen

Genveränderung durch Glyphosat

Laut einer im Journal Environmental Health veröffentlichten Studie, kann eine extrem niedrige Dosis von Glyphosat, dem Wirkstoff in Monsantos Roundup, zu massiven Genveränderungen bei Laborratten führen Der Bericht ist der erste in einer Reihe von Studien, welche die Auswirkungen einer extrem niedrigen Dosis von Glyphosat auf die Gene zeigt. Nachfolgende epigenetischen Veränderungen oder Veränderungen die zu erblichen Mustern der Genfunktion führen, konnten beobachtet werden, heißt es in der Studie. Das wiederum kann zu nicht bestimmtbaren Gesundheitsproblemen führen.

Die Forschung wird von Molekular-Genetiker Dr. Michael Antoniou und Molekulare-Biologe Dr. Robin Mesnage am King’s College in London durchgeführt. Diese Studie war eine große Errungenschaft, wenn man bedenkt, dass die Identität der “inaktiven Inhaltsstoffe” des Herbizids sowie ihre gesundheitlichen Auswirkungen auf den Menschen vor der Entdeckung von Dr. Mesnage unbekannt waren und kaum verstanden wurden. Dr. Mesnage sagte, dass diese vermeintlich “inaktiven Inhaltsstoffe” gefährlicher für den Menschen sein können, als bisher angenommen.

Forschergruppe untersucht den Einfluss von niedrig dosierter chemischer Dosis auf die Gene

Derzeit verwendet Dr. Antoniou ein Bioinformatik-Programm, um die Auswirkungen von Glyphosat auf “Genprofile (Transkriptome), Proteinprofile (Proteome) und Metabolitprofile kleiner Moleküle (Metabolome)” zu analysieren. Seine Forschungsgruppe – Gene Expression & Therapy Group – verwendet “zell- und molekularanalytische Ansätze, um transkriptionelle und post-transkriptionelle Ereignisse zu untersuchen. Das heißt, dass Sie die Genveränderungen und die Reaktion auf verschiedene Umweltreize untersuchen.

Sie sind besonders daran interessiert, welche Auswirkungen eine kurzzeitige chemische Dosis während der fötalen Entwicklung und während der ersten Lebensjahre auf die Gene hat. “Solch eine Veränderung im Genexpressionsmuster kann zu allerlei Arten von Problemen im späteren Leben führen. Darunter fallen Fettleibigkeit, Diabetes und eine Neigung zu bestimmten Krebsarten”, sagte Dr. Antoniou.

Könnten Herbizide die Ursache für Missbildungen in Argentinien sein?

Wenn Glyphosat, selbst in extrem niedrigen Dosen, die Gene während der fötalen Entwicklung verändern kann, ist es dann möglich, dass das Herbizid auch schwere Deformationen bei Tieren verursachen kann? Die Daily Mail veröffentlichte einen schockierenden Bericht über entsetzliche Tiermutationen in Argentinien, dem weltweit größten Glyphosat-Konsumenten.

Die Mutationen haben sich vervierfacht, seit Argentinien seine Produktion von gentechnisch verändertem Soja erhöht hat. Laut Monsanto ist Soja eine Pflanze, die für hohe Dosen von Roundup ausgelegt ist. Landwirte und lokale Medien machen die Herbizide für die Genmutationen verantwortlich.

Ratten leiden durch niedrige Dosen von Round-Up an Genveränderungen

Frühere Studien zeigten, dass kleine Dosen des Breitbandherbizids, viele Schäden in Laborratten verursachten, welche in ihrem Urin, Blut und im Körper beobachtet wurden. Dr. Mesnage analysierte die Transkriptome der Leber und Nieren von zehn Ratten, die zwei Jahre lang niedrigen Dosen von Roundup ausgesetzt wurden. “Ratten haben etwa 28.000 Gene, von denen nur ein Teil in der Leber und in der Niere aktiviert wird. Jedes Gen nimmt bei der Analyse eine bestimmte Dimension ein. Das heißt, dass die Ratten 28.000 Variablen haben, die wir auf eine überschaubare Zahl reduzieren müssen “, erklärt Dr. Antoniou.

“Mithilfe einer PCA-Visualisierung können alle diese Variablen in nur drei Dimensionen grafisch dargestellt werden, sodass jedes Tier einen bestimmten Ort einnimmt. Sehr schnell kann man sehen, wie sich jedes Tier mit einem anderen Gendefekt verhält. Wenn mehrere Tiere zusammen gruppiert sind, wissen wir, dass der Effekt derselbe ist”, sagte Dr. Antoniou.

Heatmap-Visualisierung hebt die genetische Aktivität in Rattenorganen hervor

Die Heatmap-Visualisierungen zeigen die Aktivität jedes Gens für jedes Rattenorgan, sodass die Wissenschaftler die Variation in jeder Gruppe sehen können und ob diese homogen ist. Unter Verwendung dieser Techniken beobachteten die Forscher, dass die mit Glyphosat behandelten Ratten, massive Veränderungen in der Genstruktur hatten. Bei der Kontrollgruppe konnte keine Veränderungen festgestellt werden. Dr. Antoniou und Dr. Mesnage werden Ihre Forschung mit einer Technologie fortsetzen, die es ihnen ermöglicht, “Vorhersagen basierend auf der molekularen Signaturen zu treffen”.

“Wenn wir eine Veränderung in einem bestimmten Muster der Genfunktion sehen, können wir dieses Muster mit einem anderen Stapel von Genen vergleichen. Dadurch können wir sehen, ob die Signatur übereinstimmt. Wenn man diese Veränderungen annimmt und sie gemeinsam betrachtet, kann man im Laufe der Zeit vorhersagen, dass ein bestimmtes Gesundheitsproblem die Folge sein wird “, sagt Dr. Mesnage.

Wenn diese Forschungen erfolgreich seien sollten, werden die Forscher in der Lage sein, genauere Aussagen über die gesundheitlichen Folgen zu treffen.



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