Die wundersame Kombination aus Kurkuma und Pfeffer

Kurkuma und Pfeffer

KurkumaCurcuma longa ) ist ein Gewürz, das wegen seiner reichhaltigen gesundheitlichen Eigenschaften und seiner kulinarischen Verwendung sehr geschätzt wird. Es ist ein beliebtes Kraut der ayurvedischen und chinesischen traditionellen Medizin und seine therapeutischen Anwendungen stammen von den Ureinwohnern unserer Welt.

Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass die Kurkumawurzel eine signifikante positive Wirkung auf neurologische, kardiovaskuläre, metabolische, immunologische und zelluläre Gesundheit haben kann. Kurkuma kann sogar helfen, die Schilddrüse zu unterstützen und Ihre Langlebigkeit zu fördern.

Kurkuma verdankt seine vielen gesundheitsfördernden Eigenschaften dem Wirkstoff Curcumin. Diesem Wirkstoff verdankt die Wurzel auch seine goldene Farbe.

Das Problem mit Kurkuma

Trotz seiner wundersamen gesundheitlichen Vorteile hat Kurkuma eine Schwäche. Das goldene Gewürz hat eine sehr geringe Bioverfügbarkeit. Dies bedeutet, dass Dein Körper nur einen sehr kleinen Teil des Kurkuma verwenden kann.

Da die Absorptionswerte von Curcumin sehr niedrig sind, kann Dein Körper die vollen heilenden Eigenschaften des Gewürzes nicht nutzen. Glücklicherweise gibt es einen einfachen Weg, um die Bioverfügbarkeit zu verbessern. Füge einfach schwarzen Pfeffer hinzu, um das volle Potential von Kurkuma freizusetzen.

Schwarzer Pfeffer kann die Bioverfügbarkeit steigern

Schwarzer Pfeffer ( Piper nigrum ) ist eines der am häufigsten konsumierten Gewürze auf unserem Planeten. In vielen Teilen der Welt befindet sich das Gewürz auf dem Esstisch, direkt neben dem Salz.

Es wird normalerweise nur “Pfeffer” genannt, aber es trägt auch die Spitznamen “schwarzes Gold” und “der König der Gewürze”. Es hat eine phänomenal lange Haltbarkeit. Richtig gelagert, kann schwarzer Pfeffer seinen Geschmack und sein Aroma für viele Jahre beibehalten.

Schwarzer Pfeffer hat auch viele gesundheitliche Vorteile. Er wurde früher verwendet um Übelkeit, Kopfschmerzen, Verstopfungen und Halsschmerzen zu lindern.

Ähnlich wie Kurkuma, dem Curcumin seine gesunden Eigenschaften verdankt, erhält der Pfeffer sowohl seine gesundheitliche Vorteile als auch seinen stechenden Geschmack von einer natürlichen Alkaloidverbindung namens Piperin.

Die Einnahme von Kurkuma und Pfeffer kann die Bioverfügbarkeit bis zu erstaunlichen 2000% steigern. Dies liegt daran, dass Piperin als ein ausgezeichneter Bio-Verstärker wirkt.

Einfach ausgedrückt, kann es die Bioverfügbarkeit von anderen Substanzen im Körper verbessern. Die benötigte Portion ist ziemlich klein. Du brauchst nur eine Prise Pfeffer, um die Absorption von Kurkuma zu verbessern.

Das starke Potenzial von Piperin

Wenn Du einen Nährstoff konsumierst, kann Dein Verdauungssystem nur einen bestimmten Teil davon aufnehmen. Der Anteil eines Nährstoffs den Dein Körper verdauen, absorbieren und verwerten kann, ist seine Bioverfügbarkeit.

Zum Beispiel ist die Bioverfügbarkeit von Proteinen sehr hoch. Die meisten Menschen verwenden mehr als 90% eines Proteins, das sie zu sich nehmen. Nachdem es sich durch Dein Verdauungssystem bewegt hat, beseitigt Dein Körper den Rest als Abfall.

Damit ein Nährstoff in Deinem Körper aufgenommen werden kann, muss er durch eine Membran in unserem Darm, damit er in den Blutkreislauf gelangen kann. Große Moleküle haben es schwerer, diese Barriere zu überwinden.

Piperin kann dabei helfen, diese Membran zu entspannen und größere Partikel, wie Kurkuma, passieren zu lassen.

Die Wirkung von Piperin auf die Leber kann ein weiterer Faktor sein. Als Teil einen normalen Stoffwechsels, gibt Deine Leber eine Substanz namens UDP-Glucuronsäure frei.

In einem Prozess, der Glucuronidierung genannt wird, verbindet sich diese Säure mit anderen Substanzen, um sie wasserlöslicher zu machen und somit leichter ausgeschieden zu werden.

Mit Kurkuma alleine wirkt diese Glucuronidierung zu schnell und folglich werde die Nährstoffe aus unserem Organismus entfernt, bevor unser Körper diese voll ausnutzen kann.

Studien haben gezeigt, dass Piperin den UDP-Glucuronsäurespiegel senkt und die Glucuronidierung hemmt. Mit anderen Worten, es verlangsamt den Leberstoffwechsel von Curcumin so, dass Dein Körper den Nährstoff effektiver aufnehmen kann.

Die Vorteile von Kurkuma und schwarzem Pfeffer

Während Kurkuma und Pfeffer jeweils ihre eigenen einzigartigen gesundheitlichen Vorteile haben, werden viele der Eigenschaften verbessert, wenn Du die beiden kombinierst.

Besitzt antioxidative Eigenschaften

Kurkuma enthält viele Verbindungen mit antioxidativen Eigenschaften. Insbesondere Curcumin ist ein starkes Antioxidans . In der Tat ist Curcumin zehn Mal stärker als Resveratrol, das vielbeachtete Antioxidans in Rotwein.

Piperin besitzt seine eigenen antioxidativen Eigenschaften. Tierstudien haben herausgefunden, dass Piperin den oxidativen Stress reduzieren kann, der durch eine fettreiche Diät hervorgerufen wird. Indem Du regelmäßig Pfeffer mit Kurkuma konsumierst, erhältst du den doppelten antioxidativen Schutz und bleibst länger gesund!

Widersteht schädlichen Organismen

In-vitro-Studien an Mäusen haben gezeigt, dass Kurkuma gegen schädliche Organismen resistent ist. Es sind jedoch mehr Forschung erforderlich, um festzustellen, ob dieser Effekt im menschlichen Körper repliziert werden kann.

Als Bio-Verstärker kann Pfeffer diese Fähigkeit nicht nur verstärken, sondern widersteht gleichzeitig auch den schädlichen Organismen.

Schützt die Leber

In der Leber hilft Kurkuma, die Cholesterinausscheidung zu erhöhen, indem die Galleproduktion erhöht wird. Curcumin schützt auch die Leberzellen vor Schäden durch Toxine wie Peroxid, Galactosamin, Tabakrauch und Haushaltschemikalien.

Schwarzer Pfeffer hilft durch die Erhöhung der Bioverfügbarkeit von Glutathion, die Leber auf zellulärer Ebene zu schützen.

Erleichtert Unbehagen

Kurkuma und Pfeffer wirken gegen vorübergehende Schmerzen. Piperin desensibilisiert einen Schmerzrezeptor namens TRPV1. Kurkuma hilft, gelegentliche Gelenkbeschwerden zu lindern.

Setzt Du diese beiden zusammen ein, ergibt sich eine todsichere Erleichterung für Steifheit und Schmerzen. Dies ist einer der Gründe, warum Kurkuma bei Sportlern so beliebt ist.

Unterstützt die Verdauung

Die ayurvedische Medizin stützt sich seit Jahrtausenden auf Kurkuma, um die Gesundheit des Verdauungssystems zu unterstützen. Moderne Studien haben herausgefunden, dass Curcumin Krämpfe und Blähungen reduziert.

Es konnte festgestellt werden, dass sowohl Kurkuma als auch schwarzer Pfeffer die Aktivität von Verdauungsenzymen im Darm verbessern. Das trägt dazu bei, dass unser System die konsumierten Lebensmittel schneller und einfacher verarbeiten kann.

Wie kombiniert man Kurkuma und Pfeffer?

Vollwertkost ist immer der beste Weg, um Nährstoffe zu konsumieren. Wenn Du Kurkuma und Pfeffer kombinieren willst, eignen sich am besten Speisen mit Curry und Pfeffer.

Es könnte ein glücklicher Zufall sein oder vielleicht wussten die alten Völker Indiens etwas, was wir nicht wussten, aber viele Rezepte für Curry sind mit Kurkuma und Pfeffer.

Du kannst auch einen leckeren Tee aus Kurkuma, schwarzem Pfeffer und anderen Heilkräutern machen. Einfach diese Kräuter in eine fetthaltige Flüssigkeit wie Mandelmilch mischen und genießen.

Wenn man nicht so gerne gewürzte Nahrungsmittel zu sich nimmt, kann in diesen Fällen eine Ergänzung mit Kurkuma und Pfeffer in Betracht gezogen werden. Lest die Inhaltsstoffe sorgfältig durch, denn viele Kurkuma-Extrakte enthalten keinen schwarzen Pfeffer bzw. Piperin.


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