Hunderte von Klagen gegen Monsanto schreiten voran

Hunderte von Klagen gegen Monsanto schreiten voran

Hunderte von Klagen gegen Monsanto wegen Körperverletzung und unrechtmäßigem Tod schreiten voran, nachdem vor Gericht eine wissenschaftliche Analyse durchgeführt wurde, in der die Karzinogenität von Roundup im Einzelnen dargelegt wird. Das Gutachten über die Glyphosat-Toxizität von Roundup könnte bis zur endgültigen Entscheidung des Richters im Verfahren gegen Monsanto zugelassen werden. Der erste Prozess ist für den 18. Juni 2018 vor dem Superior Court (Oberlandesgericht) in San Francisco angesetzt.

Viele Klagen – Hoher Einsatz

Der Einsatz ist hoch für Hunderte von Bauernfamilien, die ihre Angehörigen durch eine bestimmte Art von Krebs, das sogenannte Non-Hodgkin-Lymphom, verloren haben. Dieser Krebs ist häufiger bei Landarbeitern anzutreffen. Über 365 Klagen warten darauf, von einem US-Bezirksgericht in San Francisco behandelt zu werden. Die Kläger behaupten, dass Monsantos Roundup den Krebs ihrer Angehörigen verursacht hat und dass Monsanto die Risiken des Produkts vertuscht hat. Das Gericht verpflichtete sich, die Fälle nur dann als solche aufzunehmen, wenn genügend Beweise für die Karzinogenität von Glyphosat vorliegen.

Die zweite Märzwoche war eine wichtige Zeit. Das Gericht widmete die ganze Woche der wissenschaftlichen Bewertung von Glyphosat, dem Hauptbestandteil von Roundup. Epidemiologen, Toxikologen und biomedizinische Statistiker haben vor Gericht ausgesagt, ihr Vorgehen dargelegt und die Schädigung des Menschen durch Glyphosat nachgewiesen. Richter Vince Chhabria leitete den Fall und muss nun entscheiden, ob die Klagen gegen Monsanto weitergehen können. Die Auswirkungen dieser Klagen sind enorm, denn mehr als 3.500 Fälle warten darauf, vor staatlichen Gerichten verhandelt zu werden, da Monsanto das Krebsrisiko von Roundup vertuscht haben soll.

Roundup wird immer mehr untersucht

So lange hat die Welt Monsanto beim Wort genommen, dass Roundup für den Menschen 100 Prozent sicher war. Jetzt wird ihr weit verbreitetes Herbizid endlich von Experten, trauernden Familien und vor allem den Gerichten in Frage gestellt. Der größte Beweis war von Dr. Chadi Nabhan, einem Onkologen mit 17 Jahren klinischer Praxis Erfahrung und akademischer Forschung mit Schwerpunkt Lymphome.

Er diskutierte die Ergebnisse der International Agency for Research on Cancer (IARC) von 2015 und ihre soliden Verfahren, die bis ins Jahr 1965 zurückreichen. Die unabhängige Forschungsstelle hat Glyphosat nach eingehender Prüfung im Jahr 2015 als “wahrscheinlich krebserregend” eingestuft. Dr. Nabhan sagt, dass die IARC-Befunde überzeugend sind. Für Monsanto ist dies ein kritischer Punkt, da sie die Karzinogenität von Glyphosat nicht preisgeben.

Fast ein Drittel des Umsatzes von Monsanto wird mit Produkten auf Glyphosatbasis erzielt. Wenn das Mega-Unternehmen für schuldig befunden wird, wird die Landwirtschaft weltweit revolutioniert, da Monsantos gentechnisch verändertes Saatgut systematisch darauf ausgelegt ist, ihrem chemischen Glyphosat zu widerstehen.

Hoffnung und hoffnungslos? 

Die Welt könnte endlich Zeuge eines Gerichtsurteils werden, das die Opfer von Monsantos Herbizid rechtfertigt. Die Menschen können endlich die Wahrheit über Roundup erfahren – es ist Gift, ein krebserregendes Mittel für den Menschen. Wenn Monsanto angesichts zunehmender Beweise für unschuldig befunden wird, steht ihnen nichts mehr im Wege. Roundup, das bereits in Bio-Lebensmitteln und menschlicher Muttermilch gemessen wurde, wird das grüne Licht erhalten, um jeden Winkel der natürlichen Welt zu berauschen und nicht nur das Pflanzenleben, sondern auch die schützenden Mikroorganismen, die im menschlichen Darm leben, zu zerstören.


Mit Gift und Genen: Wie der Biotech-Konzern Monsanto unsere Welt verändert


Quelle

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