Zu viel Eisen kann das Risiko für Schlaganfälle erhöhen

Zu viel Eisen kann das Risiko für Schlaganfälle erhöhen

Zu viel Eisen

Das Risiko eines Schlaganfalls – insbesondere der Art, die sich aus einem Blutgerinnsel oder einem anderen Hindernis ergibt, das aus dem Herzen kommt – scheint bei Menschen mit einem höheren Eisengehalt größer zu sein, so die neuesten Untersuchungen.

Wissenschaftler des Imperial College London im Vereinigten Königreich untersuchten das Schlaganfallrisiko bei Menschen, bei denen sie Informationen über ihren Eisengehalt hatten und ob sie genetische Unterschiede hatten, die ihren Eisenstatus veränderten.

Dies ergab Hinweise darauf, dass diejenigen mit “genetisch bedingt höheren” Eisenwerten einem höheren Risiko eines Schlaganfalls ausgesetzt waren, stellen sie in einem Bericht über die Studie fest, der nun in der Zeitschrift Stroke erscheint. (1)

Darüber hinaus scheint es, dass “dieser Effekt durch ein erhöhtes Risiko für einen kardioembolischen Schlaganfall ausgelöst wird”, eine Art Schlaganfall, bei dem das Blut in einem das Gehirn versorgenden Gefäß aufgrund einer Obstruktion, die aus dem Herzen gekommen ist, blockiert wird.

Die Autoren der Studie warnen jedoch davor, diese Befunde nicht als Grund für den Versuch zu verwenden, ihren Eisenspiegel zu verändern, und sie fordern weitere Untersuchungen, um ihre Ergebnisse zu bestätigen und auch herauszufinden, warum Eisen diese Wirkung haben kann.

“Dies ist ein frühzeitiger Befund”, stellt der leitende Studienautor Dr. Dipender Gill von der School of Public Health am Imperial College London fest, “und wir würden sicherlich nicht empfehlen, dass Patienten, die von einem Schlaganfall bedroht sind, ihre Eisenzufuhr reduzieren, da es viele entscheidende Rollen im Körper hat.”

Kardioembolischer Schlaganfall und der Eisenspiegel

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erleiden jedes Jahr rund 15 Millionen Menschen einen Schlaganfall. Von diesen sterben 5 Millionen Menschen daran und weitere 5 Millionen werden für den Rest ihres Lebens behindert sein. (2)

Die meisten Schlaganfälle sind ischämischer Natur, was der Fall ist, wenn eine Blockade in einem Blutgefäß das sauerstoff- und nährstoffreiche Blut gestoppt hat und den betroffenen Teil des Gehirns erreicht.

Eon kardioembolischer Schlaganfall macht einen beträchtlichen Teil der ischämischen Schlaganfälle aus und ist oft mit einer Herzerkrankung verbunden, die Vorhofflimmern genannt wird, wobei das Herz unregelmäßig und oft schneller als normal schlägt.

Eisen hat viele Verwendungsmöglichkeiten im Körper, wobei der wichtigste ist, Sauerstoff in den roten Blutkörperchen zu transportieren. Die Autoren erklären, dass Studien den Zusammenhang zwischen Eisengehalt und Schlaganfallrisiko untersucht haben, aber die Ergebnisse waren “widersprüchlich”.

Einige Studien haben zum Beispiel ein erhöhtes Schlaganfallrisiko mit einem niedrigen Eisengehalt verbunden, während andere es mit einem hohen Eisengehalt verknüpft haben. Darüber hinaus gab es auch Studien, die keinen Zusammenhang gefunden haben.

Genetisch bedingter Eisenspiegel

Dr. Gill erklärt, dass sie sich entschlossen haben, weitere Untersuchungen durchzuführen, weil es auch Studien gegeben hat, die “darauf hindeuten, dass Eisen in einigen Fällen Blut zur Bildung eines Gerinnsels [tatsächlich] auslösen kann”.

Der erste Teil der Untersuchung des Teams bestand darin, genetische Unterschiede zu identifizieren, die die Menge der Eisenmassen beeinflussen, die als ihr “Eisenspiegel” bezeichnet wird.

Sie recherchierten in öffentlichen Datenquellen, die genetische Informationen über mehr als 48.000 Menschen enthielten.

Mit Hilfe einer Technik namens Mendel’sche Zufallsgenerierung identifizierten die Wissenschaftler drei “Single-Letter-Anpassungen” oder Single Nucleotide Polymorphisms (SNPs) in ihrer DNA, die den Eisenspiegel eines Individuums erhöhen oder verringern können.

Mit den drei SNPs untersuchten sie dann einen weiteren genetischen Datensatz von 60.000 Menschen, die einen Schlaganfall erlitten hatten.

Sie fanden heraus, dass Menschen mit SNPs, bei denen der Eisenspiegel erhöht war, am ehesten kardioembolische Schlaganfälle hatten.

Möglichkeiten für weitere Studien

Das Team verwendete auch die Mendel’sche Randomisierung, um andere Faktoren zu untersuchen, die sich auf das Schlaganfallrisiko auswirken können.

Dies ergab, dass Menschen mit mehr Blutplättchen oder Zellen, die die Gerinnung fördern und die Blutung stoppen, ein höheres Risiko für einen ischämischen Schlaganfall haben könnten.

Eine weitere Untersuchung führte zu der Entdeckung, dass Personen mit niedrigem Faktor XI, einer Verbindung, die auch die Blutgerinnung unterstützt, einem reduzierten Risiko eines kardioembolischen Schlaganfalls ausgesetzt sein könnten.

All diese Ergebnisse bieten Wege für weitere Studien.


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