10 Natürliche Hausmittel gegen Fibromyalgie

10 Natürliche Hausmittel gegen Fibromyalgie

Fibromyalgie

Fibromyalgie, auch bekannt als Fibrositis oder Fibromyositis, ist eine chronische Erkrankung, die durch weit verbreitete Schmerzen gekennzeichnet ist. Es ist bei Frauen weitaus häufiger als bei Männern. Die genaue Ursache von Fibromyalgie ist noch unklar.

Mögliche Ursachen und Risikofaktoren sind Genetik, Hormonstörungen, Hirn- oder Rückenmarkstraumata, Operationen, rheumatische Erkrankungen, Virusinfektionen, gestörtes Schlafverhalten, schlechte körperliche Verfassung und Stress. Forscher glauben, dass es aus einer Kombination von physischen und emotionalen Stressoren resultieren kann.

Zu den Symptomen der Fibromyalgie gehören lähmende Muskelschmerzen, Taubheitsgefühle oder kribbelnde Empfindungen, Empfindlichkeit gegenüber Lärm, Gerüchen, hellen Lichtern, Medikamenten, bestimmten Lebensmitteln und Kälte, steife Gelenke (besonders am Morgen) und Müdigkeit.

Diejenigen, die an dieser Erkrankung leiden, neigen auch dazu, Migräne, Reizdarmsyndrom, Kiefergelenkserkrankungen, Schlafstörungen, Angst und Depressionen zu haben.

Fibromyalgie ist nicht einfach zu behandeln, da es keine endgültige Heilung gibt. Das Hauptziel der Behandlung ist die Linderung der Symptome. Dies kann sowohl mit Medikamenten als auch mit ergänzenden Behandlungen und Naturheilmitteln geschehen.

Hier sind 10 Natürliche Hausmittel gegen Fibromyalgie

1. Yoga und Meditation

Entspannungstechniken wie Yoga, Tai Chi, Meditation und tiefe Atmung können bei der Kontrolle der Symptome von Fibromyalgie eine große Hilfe sein.

Laut einer Studie der Oregon Health & Science University aus dem Jahr 2010 kann Yoga helfen, die Symptome der Fibromyalgie wie Schmerzen, Steifigkeit, Müdigkeit, schlechten Schlaf, schlechtes Gedächtnis, Angst, Depressionen und schlechtes Gleichgewicht zu bekämpfen. (1)

Im Jahr 2011 fanden kanadische Forscher der York University heraus, dass eine 75-minütige Hatha-Yoga-Klasse zweimal wöchentlich für acht Wochen dazu beitrug, den Cortisolspiegel bei weiblichen Teilnehmern mit Fibromyalgie zu erhöhen, wodurch Schmerzen reduziert und die Achtsamkeit verbessert wurden. Diejenigen, die an Fibromyalgie leiden, neigen dazu, einen geringeren Cortisolspiegel zu haben. (2)

  • Praktiziere täglich 20 bis 40 Minuten lang Yoga.
  • Nimm an einer Tai-Chi-Klasse teil.
  • Führe täglich 20 bis 30 Minuten Achtsamkeitsmeditation durch.
  • Tiefentspannende Techniken wie progressive Muskelentspannung und autogenes Training können ebenfalls helfen.

2. Bewegung

Die Teilnahme an einem langfristigen Trainingsprogramm hat sich bei der Reduzierung von Symptomen der Fibromyalgie als wirksam erwiesen. Es verhindert Muskelschwund und stellt das neurochemische Gleichgewicht des Körpers wieder her. Es löst auch einen positiven emotionalen Zustand aus und baut Stress ab.

Starte mit schonenden Übungen von ca. 20 Minuten am Tag, dreimal pro Woche, dann erhöhe die Dauer und Häufigkeit. Dies kann Laufen, Sitzübungen, Kraftübungen, Flexibilitätsübungen, Gleichgewichtsübungen und Wassergymnastik beinhalten. Bewegungsumfang, Kräftigungs- und aerobe Trainingsübungen sind für die meisten Betroffenen sicher.

Es wird empfohlen, mit sanftem Training zu beginnen und langsam zu verfahren, um zu verhindern, dass die Symptome ausbrechen. So kannst du zum Beispiel mit einigen Dehnungsübungen und regelmäßigen Aktivitäten wie Treppensteigen, Gärtnern oder Hausarbeiten beginnen und dich allmählich auf gleichmäßige Bewegung einstellen. (3)

Bedenke, dass, obwohl der Schmerz und die Müdigkeit das Training schwierig machen können, es unerlässlich ist, körperlich aktiv zu sein.

3. Bittersalz

Bittersalz ist Magnesiumsulfat. Das Baden in einem Bittersalzbad hilft dem Körper, Magnesium aufzunehmen. Fibromyalgie ist oft mit Magnesiummangel verbunden. Dieses beruhigende Bad kann auch helfen, Schmerzen zu lindern und Entspannung zu erzeugen.

  1. Mische 2 Tassen Bittersalz in warmem Badewasser.
  2. Etwa 20 Minuten darin einweichen.
  3. Dies kann bis zu 3 mal pro Woche geschehen.

4. Akupressur und Akupunktur

Akupressur und Akupunktur helfen, die Symptome der Fibromyalgie zu kontrollieren, indem sie das Niveau der Lebenskraft wiederherstellen, das durch Energiebahnen im Körper fließt, und das Niveau der Neurotransmitter im Gehirn und Rückenmark verändern. Diese Therapien lindern nicht nur Schmerzen, sondern bewirken auch Entspannung und Abbau von Angstzuständen.

  • Abhängig von den Symptomen und der Lage der empfindlichen Punkte solltest du die empfindlichen Triggerpunkte einige Sekunden lang leicht drücken. Du kannst die Triggerpunkte auch in kleinen Kreisen leicht reiben, ohne Druck auszuüben.
  • Wende dich an einen Arzt, Neurologen oder Physiotherapeuten, um einen qualifizierten Akupunkteur oder Akupressur zu finden, der aufgrund deiner Symptome und Qi-Energie die geeigneten Akupunkte für deine Behandlung auswählen kann.

Für beste Ergebnisse kannst du Akupressur und Akupunktur mit Meditation, Bewegung, Massage und anderen Therapien kombinieren.

5. Massage

Die Massage-Therapie hilft, die Muskeln zu entspannen und den Bewegungsumfang in den Gelenken zu verbessern. Sie lindert auch Stress und stimuliert die Produktion von Stoffen, die als natürliche Schmerzmittel des Körpers wirken.

Eine Art von Massage, die als Manuelle Lymphdrainage bezeichnet wird, ist auch bei Fibromyalgie von Vorteil. Es löst Lymphblockaden, die zu den Schmerzen beitragen können.

  • Für beste Ergebnisse, solltest du die Massage von einem Masseur durchführen lassen, der Erfahrung mit Fibromyalgie hat.

6. Omega-3 Fettsäuren

Omega-3 Fettsäuren sind ungesättigte Fette, die helfen, Entzündungen und neuropathische Schmerzen zu lindern. Sie können auch Gelenkschmerzen und Steifheit lindern. (4)

  • Täglich 1 bis 2 Esslöffel Fischöl einnehmen.
  • Außerdem solltest du 2 bis 3 Mal pro Woche fetten Fisch wie Hering, Sardinen, Sardellen, Thunfisch oder Wildlachs essen. Weitere Quellen für Omega-3-Fettsäuren sind Leinsamen, Walnüsse, Rapsöl und Sojaöl.
  • Du kannst auch Omega-3-Ergänzungen einnehmen, aber konsultiere zuerst einen Arzt.

Hinweis: Fischöl oder Omega-3-Ergänzungen können blutverdünnende Medikamente beeinträchtigen.

7. Apfelessig

Apfelessig hilft, den pH-Wert des Körpers auszugleichen, oxidativen Stress abzubauen und die Durchblutung zu verbessern. Dies kann helfen, die Symptome der Fibromyalgie wie Magen-Darm-Probleme, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, Schwellungen und Entzündungen zu reduzieren.

  1. Füge 1 bis 2 Esslöffel rohen, ungefilterten Apfelessig in ein Glas Wasser.
  2. Optional kannst du etwas Honig hinzufügen.
  3. Zweimal täglich trinken.

Wenn du es nicht gewohnt bist, Apfelessig zu konsumieren, beginne damit, 1 Teelöffel in ein Glas Wasser zu geben und die Dosis allmählich zu erhöhen.

8. Kurkuma

Aufgrund seiner starken entzündungshemmenden Eigenschaften kann Kurkuma bei der Behandlung von Fibromyalgie und rheumatischen Erkrankungen helfen. Er enthält eine Verbindung namens Curcumin, die auch hilft, Schmerzen und Steifigkeit zu lindern.

  • Mische ½ bis 1 Teelöffel Kurkuma-Pulver in 1 Tasse Milch. Aufkochen lassen und dann abkühlen lassen. Ein bis zweimal täglich trinken.
  • Du kannst auch Kurkuma zum Kochen verwenden.
  • Eine weitere Option ist die Einnahme eines Nahrungsergänzungsmittels, 400 bis 600 mg, dreimal täglich. Konsultiere einen Arzt, bevor du mit einer Nahrungsergänzung beginnst.

9. Ingwer

Auch Ingwer hat entzündungshemmende und schmerzlindernde Eigenschaften, die helfen, die Symptome der Fibromyalgie zu reduzieren.

  • Füge 1 Teelöffel frisch geriebenen Ingwer in eine Tasse kochendes Wasser hinzu. Etwa 10 Minuten köcheln lassen. Diesen Tee abseihen und bis zu 3 mal täglich trinken.
  • Alternativ kannst du auch ein Ingwerpräparat nehmen. Für die richtige Dosierung und Eignung konsultiere einen Arzt.

10. Cayennepfeffer

Cayennepfeffer enthält eine Verbindung namens Capsaicin, die als natürliches Schmerzmittel wirkt. Es ist auch gut für eine gute Durchblutung.

  • Nimm Cayennepfefferextrakte oder Kapseln. Für eine korrekte Dosierung sollte man einen Arzt aufsuchen.
  • Du kannst Cayennepfeffer auch in deine Küche aufnehmen.
  • Zusätzlich kannst du eine kleine Menge Capsaicincreme (mit 0,025% Capsaicin) auf die schmerzenden Stellen auftragen und etwa 30 Minuten einwirken lassen. Bis zu 3 mal täglich wiederholen.

Hinweis: Den Cayennepfeffer oder die Capsaicincreme nicht auf verletzte oder entzündete Haut auftragen.