Jod im Salz: Warum wird es hinzugefügt?

Jod im Salz

Die meisten Küchenschränke enthalten wahrscheinlich eine Schachtel jodiertes Salz. Bei vielen Salzen, die in Supermärkten verkauft werden, steht auf dem Etikett: “Dieses Salz liefert Jod, einen notwendigen Nährstoff.” Aber weißt du, warum das Jod dem Salz zugesetzt wird?

Dem Speisesalz werden winzige Mengen mehrerer verschiedener jodhaltiger Salze zugesetzt, da die gängige Ernährung nur sehr wenig bietet. Jodsalz kann jedoch schädlich sein.

Die Geschichte von Jod im Salz

Auf Wunsch der Regierung wurde Jod um 1924 dem Salz zugesetzt, da die Notwendigkeit einer Regulierung von Jodmangelerkrankungen immer größer wurde. In den 1920er Jahren erlebten viele Länder hohe Kropfzahlen (eine häufige Schilddrüsenfehlfunktion).

Dies lag daran, dass ihr Nährboden extrem jodarm war und die Menschen keine jodreichen Lebensmittel mehr aßen.

Forscher der University of Michigan beschlossen, eine schweizerische Praxis der Zugabe von Jod zum Kochsalz zu kopieren, um zu versuchen, das Problem zu lösen. Dadurch sanken die Kropfvorfälle drastisch, und die Praxis wurde bald zum Standard. (1)

Aufgrund der Erfolge in Michigan wurden jodverstärkte Salze erstmals auf internationaler Ebene verkauft. Die Komitees der Regulierungsbehörden sahen ein, dass es einfach ist, eine einfache und kostengünstige Maßnahme zu ergreifen, um dieses gesundheitliche Ungleichgewicht zu verhindern, und für etwa 0,05 Dollar pro Person und Jahr wurde Salz jodiert.

Salz wurde als Träger für Jod verwendet, weil es eine einfache und unverderbliche Methode war, Jod in die Nahrungskette zu bringen. Salz ist ein Lebensmittel, das beinahe jeder den ganzen Tag über und jeden Tag isst.

Jodsalz wurde auch dem Tierfutter zugesetzt, da es auch der Tierhaltung Vorteile bei der Unterstützung der Schilddrüse bot.

Doch warum ist Jodsalz schlecht?

Seit den 1920er Jahren hat sich die Situation mit der Herstellung giftiger Chemikalien und kostengünstigeren Methoden zur Salzgewinnung verändert. Der größte Teil des damals gewonnenen Salzes war Natursalz aus dem Meer oder aus natürlichen Salzlagerstätten und enthielt das wertvolle Spurenmineral Jod.

Speisesalz oder “Jodsalz” ist kein gesundes, natürlich vorkommendes Stein-, Kristall- oder Meersalz. Es handelt sich um eine hergestellte Natriumart namens Natriumchlorid mit Jodzusatz.

Jodsalz, das in Lebensmittelgeschäften, Restaurants und praktisch allen verarbeiteten Lebensmitteln erhältlich ist, wird mit synthetischen Chemikalien versetzt.

Diese Chemikalien können hergestellte Formen von Jodid, Natrium-Solo-Kohle-Aluminat, Fluorid-Natriumbikarbonat, toxische Mengen an Kaliumjodid, Antibackmittel und Aluminiumderivate beinhalten. Leider ist das meiste Speisesalz nicht nur ungesund, sondern auch giftig für den Körper und sollte nie als Quelle für gesundes Jod angesehen werden.

Das in der Natur vorkommende Salz ist in der Regel nicht weiß, sondern rosa, wie z.B. das Himalaya-Salz, das in unberührten Bergen geerntet und natürlich an der Sonne getrocknet wird.

Natürlich brauchen wir dieses Jod, denn die Schilddrüse benötigt es für die Herstellung von Thyroxin und Triiodthyronin, zwei Schlüsselhormone für die Stoffwechselfunktion.

Häufig verwendete Formen von Jod sind Kaliumjodat, Kaliumjod, Natriumjodat und Natriumjod. Jede dieser Formen von Jod ermöglicht es dem Körper, die benötigten T4- und T3-Hormone über die Schilddrüse zu gewinnen.

Reicht salzhaltiges Jod aus?

Die Verwendung von jodangereichertem Speisesalz kann ein Risiko für Mikronährstoffmangel darstellen. Eine Studie an der University in Texas at Arlington, die in der Zeitschrift Environmental Science and Technology der American Chemical Society veröffentlicht wurde, ergab, dass Salz allein keinen Jodmangel verhindern kann. (2)

Die Forschung untersuchte den Jodgehalt in über 80 Arten von häufig verkauften jodierten Salzmarken und fand heraus, dass 47 von ihnen (über die Hälfte!) nicht der Empfehlung der U.S. Food and Drug Administration für gesunde Jodwerte entsprachen.

Darüber hinaus neigt der Jodgehalt bei Salzprodukten, die unter feuchten Bedingungen verbleiben, mit der Zeit zu einem Rückgang von Jod.

Die Studie kam zu dem Schluss, dass nur etwa 20% des in den Filialen verkauften so genannten “jodierten” Salzes über genügend Mikronährstoffe verfügen, um für die tägliche Akquisition als ausreichend angesehen zu werden.



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