Studie: Die westliche Ernährung kann die Gedächtnisfunktion beeinträchtigen

Die westliche Ernährung

Forscher der Universität Regensburg untersuchten den Zusammenhang zwischen räumlicher Trennung – einem mit dem Hippocampus verbundenen Verhaltensprozess – bei der Bewertung von Ernährungsinterventionen und den verhaltensbezogenen Auswirkungen der transgenerationellen Verabreichung einer westlichen Ernährung auf die Musterntrennung.

Die Ergebnisse ihrer Studie wurden in der Zeitschrift Food Science and Human Wellness veröffentlicht. (1)

Die Musterntrennung ist der Prozess, bei dem Gegenstände im Gedächtnis, die durch den Hippocampus vermittelt werden, getrennt bleiben.

Frühere Studien haben einen Zusammenhang zwischen Hippocampus-Funktion und Ernährungsqualität bei Mensch und Tier gezeigt.

Um den Zusammenhang zwischen ihnen zu untersuchen, verwendeten die Forscher Ratten und fütterten über sieben Generationen von ihnen mit einer Ernährung, die erhöhte Mengen an Zucker und gesättigten Fettsäuren, reduzierte Niveaus an mehrfach ungesättigten Fettsäuren und ein erhöhtes Verhältnis an Omega-6/Omega-3 Fettsäuren (westliche Ernährung) enthielt.

Sie verglichen die räumliche Mustertrennung (oder lokale Unterscheidung) dieser Tiere mit der Leistung von Ratten, die mit einer Standarddiät gefüttert wurden.

Westliche Ernährung beeinträchtigt die Gedächtnisfunktion

Sie stellten fest, dass es einen trennungsabhängigen Unterschied zwischen der Standard- und der westlichen Diätgruppe in der Anzahl der Unterscheidungen gibt, die bei der Aufgabe der Mustertrennung durchgeführt wurden: Die Ratten, die mit einer westlichen Ernährung gefüttert wurden, führten weniger Unterscheidungen durch.

Sie bestätigten, dass die Trennung der Muster durch die transgenerationelle Verabreichung einer westlichen Ernährung beeinträchtigt werden kann.

Für ihre zukünftigen Studien wollen sie bestimmen, welche Komponenten der Ernährung die mit dem Hippocampus verbundenen Gedächtnisstörungen hervorgerufen haben und die Relevanz dieser Erkenntnisse für die Behandlung von psychischen Störungen wie Demenz und Depressionen untersuchen.

Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass die räumliche Mustertrennung helfen kann, die Auswirkungen von Ernährungsinterventionen zu erkennen, und dass die westliche Ernährung die Mustertrennung beeinträchtigen kann.



Bildquelle:

  • https://pixabay.com/de/photos/burger-fast-food-hamburger-731298/
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